Ausgangslage

Der Bau der Wohnanlage an der Falkensteinstraße zwischen Pöllat-, Weißensee-, Chiemgau- und Schlierseestraße wurde während dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Wegen mangelndem Baumaterial wurde der Rohbau erst nach dem Krieg durch die durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG fertiggestellt. Ab 1944 war im östlichen Teil der Anlage in der Weißenseestraße 7-15 das Zwangsarbeiterinnenlager "Agfa Kamerawerke" als Außenlager des KZ Dachau eingerichtet.

Die Wohnanlage ist zur Chiemgaustraße geschlossen und wird durch die Weißenseestraße sowie durch zwei Stichstraßen, die Wieskirch- und Falkensteinstraße, erschlossen. Die oberirdischen Parkgaragen benötigen viel Fläche und führen zu einer erhöhten Verkehrsbelastung in der Siedlung. Insgesamt gibt es sechs Innenhöfe als Gemeinschaftsgrünflächen, die zum Teil mit Spielgeräten ausgestattet sind. Der alte Baumbestand prägt die Anlage. Es gibt wenige Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bzw. Kinderwägen oder Rollatoren. Die Wohnanlage ist gekennzeichnet durch einheitliche Wohnungsschnitte mit geringer Größe, wodurch wenige Familien in der Anlage wohnen.

Im Süden der Anlage liegt mit dem Pöllat-Pavillon ein wichtiges neues soziales Zentrum. Die angrenzende Straße am Neuschwansteinplatz soll daher besser passierbar werden. Die barrierfrei ausgebaute und neugestaltete Unterführung an der Chiemgaustraße ist ein wichtiger Übergang zu den öffentlichen Freiflächen Scharfreiter- und Hohenschwangauplatz.

Ziele

Die Ziele ergeben sich aus den Sanierungszielen sowie aus den sozialräumlichen Bedarfen:

  • Sicherung gesunder Wohnverhältnisse und Erhöhung der Wohnqualität
  • Förderung der nachbarschaftlichen Begegnung und Kommunikation durch Schaffung geeigneter Treffpunkte und Orte
  • Entsiegelung von Flächen
  • Barriefreie Gestaltung der Freiflächen

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