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Aufwertung des Stadtteilzentrums TeLa

Den Grundsatzbeschluss des Stadtrats zur Neugestaltung des Tegernseer Platzes und der TeLa Nord vom 15.02.2017 finden Sie hier


Mehr Infos dazu auch im ,Giesinger


Machbarkeitsstudie zur verkehrlichen Neuordnung der TeLa:
icon Komplette Machbarkeitsstudie zur verkehrlichen Neuordnung der TeLa (27.36 MB)

icon Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie zur verkehrlichen Neuordnung der TeLa (S. 13-24) (4.44 MB)

Stadtratsbeschluss vom 9.4.2014 zur Verlegung der bestehenden Straßenbahngleise Informationen im RatsInformationsSystem

Städtebauliche Aufwertung des Stadtteilzentrums an der TeLa PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 16:37 Uhr

thumb Karte Stadtratsbeschluss TelaStadtratsbeschluss vom 15. Februar 2017


Der Münchner Stadtrat hat den Grundsatzbeschluss für die städtebauliche Aufwertung der TeLa getroffen. Damit ist der Weg für die Realisierung dieses Projekts im Rahmen der Sozialen Stadt Giesing geebnet.

 



Ziele der städtebaulichen Aufwertung der TeLa:

Die städtebauliche Aufwertung des Stadtteilzentrums Giesing entlang der TeLa ist ein zentrales Ziel der Sozialen Stadt. Dabei geht es um:

  • Aufwertung des öffentlichen Raums und Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie Lärmschutz
  • Verbesserung des Fuß- und Radwegenetzes und Verbesserung von Querungsmöglichkeiten
  • Verbesserung der Erreichbarkeit der Einzelhandelsstandorte und Gemeinbedarfseinrichtungen
  • Stärkung des Standortes "Tegernseer Landstraße / Tegernseer Platz" und Erhalt / Ergänzung der kleinteiligen Einzelhandelsstandorte
  • Last but not least: Beteiligung der Betroffenen und deren Mitwirkung

Karte zu Stadtratsbeschluss Tela

Was wurde beschlossen?

Der Beschluss enthält den Planungsauftrag an das Baureferat, den Umbau des Straßenraums im Stadtteilzentrum TeLa gemäß der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie TeLa von 2013 „zugunsten der Aufenthaltsqualität und des nicht motorisierten Individualverkehr“ zu veranlassen.

Die Maßnahme soll mit Mitteln aus dem Bund-Länder Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ gefördert werden. Entsprechend werden die Gremien der Sozialen Stadt Giesing in die Planungen mit einbezogen sowie die Öffentlichkeit informiert.
Den Stadtratsbeschluss im Wortlaut sowie die dazugehörigen Anträge von Stadträten, Bezirksausschüssen und aus den Bürgerversammlungen finden Sie hier

Der Beschluss umfasst folgende Bausteine, die jeweils im Detail noch zu planen sind – auf Grundlage der technischen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Baustein Tegernseer Platz

  • Umverteilung des Straßenraums zugunsten der Aufenthaltsqualität und des nicht motorisierten Individualverkehrs; entsprechende Gestaltung, Schaffung eines einheitlichen Platzbildes
  • Einrichtung von Radverkehrsanlagen in beide Richtungen
  • verkehrsberuhigter Geschäftsstraßenbereich mit Tempo 20 oder 30 km/h mit einer Fahrbahnspur für den motorisierten Individualverkehr

Baustein TeLa Nord

  • Umverteilung des Straßenraums zugunsten der Aufenthaltsqualität und des nicht motorisierten Individualverkehr
  • Reduktion des motorisierten Verkehrs, insbesondere des Durchgangsverkehrs
  • Radverkehrsanlagen in beide Fahrtrichtungen zwischen Ostfriedhof und Tegernseer Platz


Baustein Unterführung am Giesinger Berg

  • Aufwertung der Unterführung am Giesinger Berg, ggf. barrierefreier Ausbau


Baustein Ichostraße / Silberhornstraße /Deisenhofener Straße / Werinherstraße

  • Einrichtung eines Zweirichtungsradwegs entlang der Südseite der Ichostraße
  • Prüfung der Einrichtung einer Lichtsignalanlage zur Querung der Silberhornstraße auf Höhe der Kistlerstraße
  • Neuprofilierung der Fahrbahnspuren Ichostraße / Silberhornstraße / Deisenhofener Straße / Werinherstraße
  • Einrichtung einer durchgehenden Radfahrbeziehung Deisenhofener Straße / Silberhornstraße


Die Bausteine „Knotenpunkt Wirtstraße“ und „TeLa Süd“ wurden bereits gemäß des Stadtratsbeschlusses vom 9. April 2014 zwischen Mai und  Dezember 2015 umgesetzt: u.a. mit Radfahrverbindungen in beide Fahrtrichtungen und einer Reduktion des Durchgangsverkehrs.

Darüber hinaus erhält der Beschluss einen Prüfauftrag an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, um zu ermitteln und mit der MVG abzustimmen, ob die Buslinien MetroBus 58 und StadtBus 148 über die Herzogstandstraße zwischen Deisenhofener Straße und Werinherstraße queren, anstatt über den Tegernseer Platz zu fahren. Die Haltestellen in der Silberhorn- und Ichostraße blieben bestehen, in der Herzogstandstraße könnte zudem eine neue Bus-Haltestelle entstehen.

In einem weiteren Prüfauftrag an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung soll „gemeinsam mit dem Baureferat, dem Kreisverwaltungsreferat und der MVG eine Untersuchung zur Flächenaufteilung der Tegernseer Landstraße Nord im Zulauf des Knotenpunktes Tegernseer Landstraße / St. Bonifatius-Straße“ durchgeführt werden. Das bedeutet, dass genauer untersucht werden soll, wie der Straßenraum in der TeLa Nord sowie an den Knotenunkten – insbesondere an der Kreuzung TeLa/St. Bonifatius-Straße – aufgeteilt werden kann, um ÖPNV, motorisierten Individualverkehr sowie Rad- und Fußverkehr durch die Straße zu führen.

Dieser Beschluss betrifft das Vorhaben einer Fuß- und Radbrücke am Giesinger Berg nicht. Hierfür wurde, gemäß des Stadtratsbeschlusses vom 16. März 2016, ein Förderantrag an das Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2017“ eingereicht. Die Entscheidung dafür wird im Laufe des I. Quartal 2017 erwartet.

Wie geht es weiter?

In einem Verkehrstest ab ca. Herbst 2017 soll erprobt werden den Tegernseer Platz für den Radverkehr in südlicher Richtung zu öffnen. Dies forderte die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste in einem Ergänzungsantrag: „Um die Bestandsbäume auf der Westseite des Tegernseer Platzes erhalten zu können, wird in einem ersten Schritt der Netzlückenschluss im Radverkehrsnetz in Fahrtrichtung Süd durch eine versuchsweise Widmung der Westseite des Tegernseer Platzes als Fußgängerzone mit Zusatzschild "Radfahrer frei" hergestellt.“

Bis der erste Bagger zur Umsetzung der nun begonnen Planungen rollt, wird der Stadtrat noch mindestens einmal befragt werden. Bis zur Detailplanung ist dieser Prozess noch gestaltbar. Ihre Stimme wird also weiterhin wichtig sein, um zentrale offene Fragen zu beantworten:

Wenn ja, wo und wie viele Bäume werden gepflanzt? Wie schnell wird der motorisierte Individualverkehr am Tegernseer Platz fahren? Wird es verbesserte Querungsmöglichkeiten für Fußgänger geben? Wie wird der Tegernseer Platz gestaltet – welche Pflasterung, gleiches Fahrbanhniveau, etc.? Wird es Begegnungszonen oder Sitzbereiche geben? Wird es Fahrradständer geben, wenn ja, wo?

Ein solcher Detailplanungsprozess ist aufwendig. Ein Baubeginn könnte ab ca. 2020 erfolgen. Wir werden den Prozess weiterhin begleiten und Sie über die Entwicklungen informieren und ihre Fragen dazu gerne beantworten.